Steuerinfos

Einspeisevergütung

Einspeisevergütung 2012

Die Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen ist durch das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) für 20 Jahre garantiert.


Neue Vergütungssätze für Dach- und Freiflächenanlagen ab 01.04.2012:

Leistung

Vergütungssatz

bis 10 kWp (Dach)

19,50 Ct/ kWh

10-1.000 kWp (Dach)

16,50 Ct/ kWh

1-10 MWp

13,50 Ct/ je kWh

ab 1 MWp

keine Einspeisevergütung

 

Anlagen an oder auf Gebäuden (Dach, Fassade):

bis 30% kWp

ab 30% kWp

ab 100 kWp

ab 1000 kWp

24,43 Ct/ kWh

23,23 Ct/ kWh

21,98 Ct/ kWp

18,33 Ct/ kWp


Freiflächen:

 

Einspeisevergütung

Konversionsflächen, versiegelte Flächen

18,76 Ct/ kWh

Gewerbegebiete, auf baulichen Anlagen,

an Verkehrswegen

17,94 Ct/ kWh

Ackerflächen

nicht vergütungsfähig

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Umsatzsteuer

Sie unterliegen der Umsatzsteuer, wenn sie „den gesamten Strom ganz oder teilweise, regelmäßig und nicht nur gelegentlich in das öffentliche Stromnetz einspeisen.“

Für Sie ist die Umsatzsteuer grundsätzlich nur ein durchlaufender Posten (abgesehen von der Rückerstattung beim Kauf). Bekommen Sie von Ihrem Energieversorger die Einspeisevergütung ausgezahlt, sind darin 19 % Umsatzsteuer enthalten. Dieser Anteil ist an das Finanzamt abzuführen. Rechnungen, die Sie für Ihr Photovoltaikgewerbe bekommen, enthalten ebenfalls 19 % Umsatzsteuer (für Sie Vorsteuer). Diesen Anteil bekommen Sie von dem Finanzamt erstattet. Um diese Beträge immer korrekt zu erfassen, müssen Sie eine Umsatzsteuer-Voranmeldungen bei dem Finanzamt abgeben. Hier werden Ihre Vorsteuerbeträge mit den Umsatzsteuerbeträgen verrechnet. Übrig bleibt entweder ein Vorsteuerüberschuss, der Ihnen vom Finanzamt erstattet wird oder eine Umsatzsteuerzahllast, die Sie an das Finanzamt zahlen müssen. Im Anschaffungsjahr und im Folgejahr müssen Sie jeden Monat die Umsatzsteuer-Voranmeldung abgeben. Diese ist bis zum 10. des Folgemonats beim Finanzamt einzureichen. Dies gilt auch für den Fall einer Umsatzsteuerzahllast. Sollten Sie dem Finanzamt eine Bankeinzugsermächtigung erteilt haben, laufen die Zahlungen zu den jeweiligen Terminen automatisch. Am Ende eines jeden Jahres müssen Sie eine Umsatzsteuer-Jahreserklärung einreichen. Diese beinhaltet eine Zusammenfassung aller Umsatzsteuer-Voranmeldungen. Nach den ersten beiden Jahren ist es Ihnen möglich, sollte die Umsatzsteuerzahllast im Vorjahr 6.136 Euro nicht überschreiten, eine vierteljährliche Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldungen beantragen.

Fazit: Der Vorteil der Umsatzsteuerpflicht liegt für Sie darin, dass Sie die Umsatzsteuer, die Sie beim Kauf der Anlage entrichten müssen, beim Finanzamt wieder zurück holen können.

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Einkommensteuer

Durch den Betrieb der Photovoltaikanlage haben Sie Einkünfte aus Gewerbebetrieb, diese Einkünfte müssen Sie auf Ihrer Einkommenssteuererklärung angeben (Anlage G). Diese Abgabepflicht gilt sowohl für positive (Gewinne) als auch für negative Einkünfte (Verluste). Hierzu muss eine Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) aufstellt werden (§ 4 Abs. 3 EStG). In der EÜR werden die Betriebsausgaben den Betriebseinnahmen gegenübergestellt und der Saldo ist entweder ein Gewinn oder ein Verlust. Es gelten für alle Zahlungen das Zufluss-und Abflussprinzip, d.h. alle Beträge werden in dem Jahr ihres tatsächlichen Geldflusses berücksichtigt. Wichtig ist, dass die bezahlte Umsatzsteuer als Aufwand und die erhaltene Umsatzsteuer als Erträge angegeben werden. Da in der EÜR die Photovoltaikanlage abschreiben werden kann, werden die jeweiligen Abschreibungsbeträge als Aufwand bzw. Kosten angesehen. Grund der Abschreibung ist, dass sich der Wert ihrer Anlage von Jahr zu Jahr durch die Abnutzung verringert. Dieser Werteverlust wird durch den Abschreibungsbetrag berücksichtigt. Die Finanzämter gehen bei Photovoltaikanlagen in der Regel von einer Nutzungsdauer von 20 Jahren aus.

Möglichkeiten der Ermittlung der Abschreibungsbeträge:

Lineare Abschreibung: Hierbei wird jährlich der gleiche Betrag abgeschrieben. Z. B. werden bei einer Abschreibungszeit von 20 Jahren jährlich 5% vom Anschaffungswert abgeschrieben. Nach Ablauf der 20 Jahre hat die Ablage keinen buchhalterischen Wert mehr.

Degressive Abschreibung: Hierbei ergibt sich der Abschreibungswert aus einem Prozentsatz, der sich auf den jährlichen Restwert der Anlage bezieht.

Der Abschreibungsbetrag verringert sich jährlich. Bei einer Nutzungsdauer von 20 Jahren könnten jährlich höchstens 12,5 %  des jeweiligen Restwertes abgeschrieben werden. Es ist jedoch ratsam, die Anlage erst degressiv abzuschreiben und dann zur linearen Abschreibung über zu gehen. Des Weiteren ist eine Sonderabschreibung von 20% unter gewissen Voraussetzungen möglich. Die Sonderabschreibung nach § 7g Abs.1 EStG besagt, dass Existenzgründer im Jahr der Errichtung der und in den 4 folge Jahren insgesamt 20 % der Anschaffungskosten abgeschrieben werden können. Die Verteilung der 20% kann in diesem Zeitraum beliebig gewählt werden und erfolgt parallel zur normalen Abschreibung. Eine jahresanteilige Aufteilung der Sonderabschreibung findet nicht statt.

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Gewerbesteuer

Die Gewerbesteuer wird derzeitig erst ab einem Gewinn über 24.500,- €/ Jahr fällig. Sofern gewerbliche Einkünfte ausschließlich aus dem Betrieb der Stromerzeugung aus Photovoltaik kommen, bleiben Anlagenbetreiber bis weit über 10 kWp unter diesem Freibetrag.

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